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Die große Hoffnung am deutschen Luftfahrthimmel

Die große Hoffnung am deutschen Luftfahrthimmel

Lilium ist das Startup, welches gerade nicht nur in Deutschland viele Blicke auf sich zieht. Es kann in den Augen vieler ein Produkt hervorbringen, mit dem Deutschland im zukünftigen Geschäft der Flugtaxis nicht nur mitmischen, sondern auch der Vorreiter dieser Branche werden kann. Doch es gibt auch viel Kritik von Experten, die behaupten, dass diese Mission reine Fiktion ist.

Zuerst möchten wir uns doch einmal genauer anschauen, wer genau hinter dem Startup Lilium steckt.

Hinter Lilium verbergen sich Daniel Wiegand (CEO), Sebastian Born, Matthias Meiner und Patrick Nathen. Dazu kommen noch namenhafte Investoren wie Frank Thelen, der chinesische IT – Konzern Tencent und weitere.

Zuletzt hat Baillie Gifford, eine seit mehr als einem Jahrhundert tätige Investmentgesellschaft, die auch in Amazon, Tesla, Airbnb, Spotify oder SpaceX investiert hat, in Lilium investiert. Damit machen sie das Startup zum Unicorn.

Was ist die Mission von Lilium?

Lilium möchte im Jahr 2025 mit dem kommerziellen Betrieb für emissionsfreie und regionale Luftfahrt starten. Passagiere sollen das neue Fortbewegungsmittel in Zukunft wie ein reguläres Taxi im Nahverkehr nutzen können. Rufen werden sie es per App. So wie auch Taxis bereits heute. Ob nun auf vier Rädern durch den dichten Verkehr auf der Straße oder luftig und leise per Flugtaxi. Die Preise von A nach B sollen ähnlich sein. Das versprechen sowohl das Unternehmen als auch Frank Thelen.

Mit bis zu 300 Sachen geht es durch die Luft, vorerst mit Pilot, langfristig soll der Jet autonom fliegen.

Was hat Lilium bis jetzt erreicht?

Die erste Testphase der Lilium-Jets ist abgeschlossen und das Elektro-Flugzeug erreicht nun eine Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern (Stand 01.10.2019). Folgende könnt ihr das Video des ersten Jungfernflugs anschauen. Eine sehr beeindruckende Demonstration von dem, was in ein paar Jahren vielleicht schon normalität sein könnte. 

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Wo liegen die aktuellen Probleme?

Natürlich gibt es bei so einer Erfolgsstorry auch Rückschlage.Zum einen brannte ein Demonstrator bei Wartungsarbeiten ab, sodass er nicht mehr genutzt werden kann. Zum anderen hat ein Luftfahrtexperte auf Basis eigener Berechnungen bezweifelt, dass es möglich sei, mit Elektromotoren und Batterien einen Viersitzer senkrecht starten und 300 Kilometer weit fliegen zu lassen.

Das Unternehmen sagte zu den Vorwürfen folgendes:

Bis auf eine Formel seien zwar die richtigen Formeln verwendet worden. Man habe aber die falschen Zahlen eingesetzt. Das habe dazu geführt, dass die zugrunde gelegte Leistung, die nötig sei, um das Flugzeug schweben zu lassen, etwa acht bis zehn Mal höher berechnet worden sei als die, die Lilium bei seinem Demonstrator gemessen habe.

Zitat: „Es ist einfach falsch zu behaupten, dass die Batterie nach einer Minute leer ist“, sagte Wiegand. Lilium benötige zwar für das spätere Serienmodell noch etwas bessere Batterien als die heutigen. „Wir brauchen aber definitiv keine Wunderbatterie für unseren Lilium-Jet“, stellte Wiegand klar.

Was können wir in den kommenden Jahren von Lilium erwarten?

Meiner Meinung nach könnte Lilium mit ihrem Flugtaxi langfristig gesehen das Uber der Lüfte werden. Hierzu ist allerding zu sagen, dass es bis dorthin noch ein langer Weg sein wird, denn gerade die Batterietechnik muss Fortschritte machen, um die geplante Flugzeit zu ermöglichen.

Auch müssen Gesetze erlassen werden, welche sich mit dem Transport von Menschen in der Luft und mit dem autonomen Fliegen allgemein beschäftigen. Wir sind dahingehend auch auf der Straße noch nicht weit genug, dass autonomes fahren möglich ist. Der Traum, dass jeder normale Mensch ein Flugtaxi bestellen kann, ist für mich noch in weiter Ferne, da anfangs ein Pilot gezahlt werden muss.

Ich denke wir werden im Jahre 2025 ein Modell von Lilium sehen, welches fliegen kann und für Geschäftsleute sicherlich Vorteile bietet. Gerne lasse ich mich aber vom Gegenteil überzeugen und hoffe auch insgeheim, dass Lilium mit Hilfe von innovativen Vordenkern, die ein Ziel haben und dieses auch kontinuierlich verfolgen, die Luftfahrt in Deutschland, Europa und der Welt revolutionieren können und werden.